← Zur Blogübersicht

Jed McKenna · 2026-04-24

Jed McKenna – Spiritual Autolysis im Alltag

Spiritual Autolysis ist keine Wohlfühltechnik. Sie ist schriftliche Ehrlichkeit, die Selbsttäuschung sichtbar macht.

Titelgrafik: Jed McKenna – Spiritual Autolysis im Alltag

Schreiben als scharfes Werkzeug

Spiritual Autolysis nutzt Schreiben nicht zur Dekoration, sondern zur Klärung. Ein Satz wird aufgeschrieben, geprüft und so lange hinterfragt, bis geliehene Überzeugungen ihre Autorität verlieren.

Das wirkt einfach, ist aber nicht harmlos. Es nimmt dem bequemen Nebel die Nahrung.

Der Alltag liefert genug Material

Es braucht keine besonderen mystischen Zustände. Ein Konflikt, eine Angst, Eifersucht oder eine wiederholte Ausrede reichen völlig. Die Frage lautet immer: Was ist hier wirklich wahr – und was möchte ich nur gerne glauben?

Der Alltag ist das eigentliche Labor.

Jed McKenna – Spiritual Autolysis im Alltag
Jed McKenna – Spiritual Autolysis im Alltag

Keine spirituelle Selbstdarstellung

Der Prozess ist privat, direkt und unspektakulär. Es geht nicht darum, weise zu klingen. Es geht darum, sich selbst nicht mehr zu belügen.

Genau deshalb kann dieser Ansatz auch im Coaching und in der Selbsterforschung hilfreich sein.

Was wegfällt

Oft verändert sich nicht zuerst die äußere Situation. Wegfällt zunächst die Geschichte darum herum: Opferidentität, heroisches Selbstbild oder spirituelle Erklärung.

Weniger Geschichte bedeutet mehr Kontakt zur Wirklichkeit.

Praxisimpuls

Nimm einen Satz, der emotional aufgeladen ist. Schreibe darunter: „Ist das absolut wahr?“ Dann liste auf, was du weißt, was du annimmst und wovor du Angst hast.